Buddhistische Gesellschaft Leipzig

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postheadericon Metta liebende Güte-Meditation

Metta-Meditation

Es gibt verschiedene Arten, diese Meditation über die universelle Liebe zu praktizieren. Hier wird nur eine vorgestellt, die auf die Texte und Kommentare des Pali-Kanons zurückgeht. Wer sich für die genauen Anweisungen und die verschiedenen Arten interessiert, sei hiermit auf die Visuddhimagga, Kapitel 9 verwiesen.

Übung:

  • Setzen Sie sich in eine bequeme Position, an einen ruhigen Platz, in einen Park, in den Garten oder einen anderen Ort, der eine ruhige und ungestörte Atmosphäre bietet. Halten Sie die Augen geschlossen und wiederholen Sie das Wort metta ein paar Mal und werden Sie sich seiner Bedeutung bewusst:
    Liebe als Gegensatz zu: Hass, Ärger, Böswilligkeit, Ungeduld, Stolz und Arroganz, und als tiefgründiges Gefühl von gutem Willen, Sympathie und Freundlichkeit, die darauf abzielt, das Glück und Wohlergehen Anderer und (seiner selbst) zu fördern.
     

  • Nun stellen Sie sich bildlich ihr eigenes Gesicht mit einem glücklichen und strahlenden Ausdruck und in guter Laune vor. Betrachten Sie sich wie in einem Spiegel und fühlen Sie sich während der Metta - Meditation in diesen Gemütszustand hinein. In einer solchen Stimmung kann Niemand ärgerlich werden oder negative Gefühle und Gedanken gegen irgend Jemanden haben.
     

  • Nun füllen Sie Ihren Geist mit folgenden Gedanken:

    Möge es mir Wohl ergehen, in Körper und Geist.
     
    Möge ich frei sein, von Kummer und Leid, von Ärger und Abneigung.     
     
    Möge ich fähig sein, mich mit den Augen des Verstehens
     und der Liebe zu betrachten. 
     
    Möge ich frei sein, von Angst, Vorurteilen und Hass.
     
    Möge ich frei sein von Enttäuschungen, Unzufriedenheit und Wut.
    Möge ich fähig sein, in mir die Samen der Freude
    und des Glücks zu erkennen und zu nähren.
     
    Mögen alle Wesen, von Wohlwollen erfühlt sein .

    Während Sie sich in dieser Weise mit positiven Gedanken der Liebenden Güte anfüllen, werden Sie den Geist wie ein Gefäß füllen, dessen Inhalt bereit ist, in alle Richtungen überzulaufen. Bitte beachten Sie, dass Sie sich bei der Metta-Meditation nur einen lebenden Menschen bildlich vorstellen, und Keinen, der schon gestorben ist. Der Grund dafür ist, dass Gedanken an einen toten Menschen Trauer und Kummer entstehen lassen können, und so der Entwicklung von Metta hinderlich sind.
     

Dann stellen Sie sich einen Menschen vor, den Sie verehren, Sie sehen ihn in einem glücklichen Gemütszustand und richten folgende Gedanken auf ihn:

 Möge er frei sein von Feindseligkeiten

 
Möge er frei sein von Sorgen und Ängsten

 
Möge er frei sein von Notleiden

 
Möge er glücklich sein

  • Dann stellen Sie sich Ihre Eltern und die Familienmitglieder vor, oder andere Menschen, die Ihnen besonders lieb sind und "strahlen" metta in der schon oben besprochenen Weise auf jeden Einzelnen von ihnen.

    Hier sollte beachtet werden, dass diese universelle Liebe nicht von der weltlichen Liebe verunreinigt wird, was passieren kann, wenn wir metta an unsere Ehepartner oder gegengeschlechtliche Menschen richten. An dieser Stelle sollten wir metta auch nicht an die uns sonst lieben Menschen richten, mit denen wir gerade ein Missverständnis oder sonstige Auseinandersetzungen haben. Ihnen wenden wir uns später zu.

  • Dann senden Sie metta an die Menschen, die für Sie neutral sind, d.h. Menschen die Sie weder mögen noch nicht mögen und verfahren auch hier in der oben genannten Weise.

Und dann versuchen Sie metta an einen Menschen zu richten den Sie nicht mögen, oder mit dem Sie eine Auseinandersetzung haben. Auch hier benutzen Sie die obengenannten Schritte, mit dem Zusatz:

Ich empfinde keine Feindschaft gegen sie oder ihn,
möge auch er oder sie keine Feindschaft gegen mich empfinden


Die bildlichen Vorstellungen sollten deutlich, und die Gedankenprojektionen von metta gezielt und mit klarer Absicht durchgeführt werden. Sie sollten sich dazu Zeit nehmen und diese Übung nicht mechanisch werden lassen. So können Sie auch andere Gedanken übertragen, die das Glück anderer fördern sollen. Wie z. B:

Möge es allen Wesen wohlergehen, in Körper und Geist .
 
Mögen alle Wesen gesund bleiben, keine Schmerzen erleiden und glücklich sein.
Mögen alle Wesen fähig sein, in sich die Samen der Freude und des Glücks
zu erkennen und zu nähren.
 
Mögen alle Wesen frei sein, von Angst, Vorurteilen und Hass, von Enttäuschungen, Unzufriedenheit und Wut.
 
Mögen alle Wesen fähig sein, sich selbst mit den Augen der Liebe und des Verstehens anzuschauen.
 
Mögen alle Wesen frei sein, von Kummer und Leid, von Ärger und Abneigung.
 
Mögen alle Wesen erfüllt sein, von Wohlwollen.
 
Mögen alle Wesen die Freiheit von aller Leidhaftigkeit erfahren.

(Diese Metta-Meditation ist Auszug einer zusammengefassten Übersetzung aus:
METTA - The philosophy & practice of universal love
- von Acarya Buddharakkhita - Buddhist Publication Society Kandy Sri Lanka)

 

 
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