Buddhistische Gesellschaft Leipzig

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(Vipassana) Einsichts-Meditation
Das Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit
Die Entfaltung des Herzens
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Einsichtsvoll leben
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Einführung in die (Vipassana) Einsichts-Meditation

Dieser Text soll als Einführung in die Einsichts-Meditation dienen, wie sie innerhalb der Tradition des Theravada-Buddhismus gelehrt wird. Sie brauchen mit der Lehre des Buddha nicht unbedingt vertraut zu sein, um sich diese Übung zunutze zu machen, doch kann Ihnen eine Kenntnis davon helfen, das durch Meditation entwickelte Selbstverständnis zu erweitern.

Einsichts-Meditation will kein Glaubenssystem erschaffen, sondern eine Anleitung geben, wie sich die Natur unseres Geistes direkt erforschen lässt. Dabei gelangen wir durch direkte Erfahrung zu den Dingen, wie sie sind und - ohne uns auf Ansichten und Theorien verlassen zu müssen - zu einem lebendigen Verständnis aus erster Hand. Gleichzeitig entwickeln wir auch eine tiefe Ruhe, die aus eigenem Wissen jenseits aller Zweifel entspringt.

Auf jenem Weg, den der Buddha zum Wohl der Menschen erläutert hat, spielt die Einsichts-Meditation eine Schlüsselrolle. Das Wesentliche allerdings besteht darin, diesen auch wirklich zu praktizieren! Die folgenden Seiten beschreiben deshalb eine Reihe von Meditationsübungen und praktischen Ratschlägen, wie diese anzuwenden sind. Es empfiehlt sich als das Wirkungsvollste, den Ausführungen Schritt für Schritt zu folgen und jede einzelne Anleitung sorgfältig einzuüben, bevor Sie zur nächsten übergehen.


 

Der Ausdruck "Einsichts-Meditation" (samatha-vipassana) [1] bezieht sich auf geistige Übungen, die Sammlung (samatha) mittels ununterbrochener Aufmerksamkeit und Einsicht (vipassana) durch Beobachten entwickeln.

Eine grundlegende Technik, die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, ist das Bewusstsein auf den Körper zu richten. Traditionellerweise wird dies im Sitzen oder Gehen geübt; die Anleitungen beginnen deshalb mit einigen Ratschlägen hierzu.

Reflektives Betrachten setzt auf ganz natürliche Weise ein, wenn sie sich erst einmal mit den jeweiligen Umständen Ihrer Meditationsübung (z.B. Ort und Haltung) vertraut gemacht haben. Aus dieser Entspannung erwächst ein Interesse; Sie beginnen sich umzuschauen und mit dem meditierenden Geist vertrauter zu werden. Dieses Sich-Umschauen wird Kontemplation genannt; es ist ein persönliches und direktes Sehen, das durch irgendwelche Techniken bloß angedeutet werden kann. Einige Ideen und Anleitungen dazu folgen im zweiten Teil.

 



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